Das Privileg und die Macht des Gebets

Die Bibel offenbart verschiedene Werkzeuge zur Pflege unserer Beziehung zu unserem Schöpfer. Beten ist ein wichtiger Schlüssel der Kommunikation mit Gott.

Von Don Hooser

„Ruf bitte zu Hause an!“ Vielleicht haben Sie diesen Satz von Ihren Eltern gehört. Eltern wollen von ihren Kindern hören – weil sie sie lieben. Unser Schöpfergott möchte aus demselben Grund von seinen Kindern hören – weil er uns liebt.

Was ist Gebet? Es ist die Kommunikation mit unserem Schöpfergott. Jeder kann beten und sollte es auch tun. Es kann einem den Atem verschlagen, zu wissen, dass Gott unser Gebet hört und nach seinem Willen erhört! Das Gebet derjenigen, die Gott folgen und gehorchen, bewirkt etwas.

Rufen Sie zu Hause an! Gott schläft nie und ist nie zu beschäftigt, um zuzuhören. Die Verbindung ist niemals schlecht und der Zeitpunkt ist immer richtig. Sie bekommen kein Besetztzeichen, den Anrufbeantworter oder die Warteschleife. Sie können unbegrenzt und kostenlos telefonieren.

Es gibt also keine gültige Ausrede!

Der mächtigste Mann in der Geschichte

Obwohl Jesus Christus Gott im Fleisch war (Johannes 1,1-5. 14), war ihm bewusst, wie wichtig die Kommunikation mit unserem himmlischen Vater durch das Gebet war. In vielen Beispielen sehen wir, wie Jesus inbrünstig zu seinem Vater betete. Er lobte Gott nicht nur, sondern bat ihn auch um Hilfe. Jesus wusste sehr genau, dass der allmächtige Gott die endgültige Quelle für den Erfolg eines jeden Vorhabens ist.

Wenn schon Jesus Christus Hilfe vom himmlischen Vater brauchte, wie viel mehr brauchen wir sie! Es gibt auch noch weitere biblische Vorbilder. Alle engagierten Gläubigen in der Bibel und in der Geschichte sind Menschen des Gebets gewesen.

Die Jünger Jesu erkannten sehr schnell, auf welche Quelle sich die Macht ihres Herrn gründete. Sie sagten: „Herr, lehre uns beten“ (Lukas 11,1). Möchten Sie die Sichtweise Christi bezüglich des Betens kennenlernen? Wenn ja, dann finden Sie diese an vielen Stellen in Ihrer Bibel.

Jeder kann mit dem Beten anfangen, auch wenn man bisher noch nicht mit dem Beten vertraut ist. Gott hört und schätzt auch das einfachste Gebet. Jesus erklärte deutlich: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ (Matthäus 7,7).

Allerdings möchte der Schöpfergott auch, dass wir im Verständnis, wie man beten soll, wachsen, und ebenso in der Umsetzung dieses Verständnisses. Wie bei einem neuen Hobby, einer neuen Sportart oder Aktivität steigen die Zufriedenheit und die Belohnung mit wachsendem Wissen und verbesserten Fähigkeiten. Deshalb ist es so wichtig, dass man die Aussagen der Bibel bezüglich des Gebets liest und versteht.

Aus den wunderbaren Beispielen der Gebete in den Psalmen und auch in anderen Büchern der Bibel können wir sehr viel Verständnis und Inspiration gewinnen. Tägliche Übung führt dann ganz natürlich zu mehr Sicherheit und Freude im Gebet. Viele Menschen können das bezeugen.

Reden Sie mit Gott wie zu Ihrem Vater

Als seine Jünger baten, „Herr, lehre uns beten“, begann Jesus seine Unterweisung mit einem Mustergebet der wichtigsten Dinge, über die man täglich beten sollte. Das Mustergebet wird auch das Vaterunser genannt. Wir finden es im Lukasevangelium, Kapitel 11, Verse 2 bis 4 und in Matthäus 6, Verse 9 bis 13.

Jesus schlug vor, Gott im Allgemeinen mit „unser himmlischer Vater“ anzusprechen. Wir können und sollten viele Aspekte unserer Beziehung zu unserem Schöpfergott beachten, welche durch die Namen und Titel für Gott in der Schrift offenbart werden. Der wichtigste Aspekt ist, dass Gott unser Vater ist – ein allliebender und vollkommener Vater.

Alle Menschen können und sollten Gott als ihren Vater sehen, denn er ist ihr Schöpfer. Wenn die Beziehung zu Gott enger wird, erreicht die Vater-Kind-Beziehung eine tiefere, vertrautere Ebene.

Wie sollten wir mit Gott sprechen? Er möchte, dass wir zu ihm wie zu einem geliebten Elternteil kommen. Wir sollten mit Vertrauen vor ihn kommen und uns dabei sicher, verstanden, geschätzt und geliebt fühlen. Wenn wir mit unserem physischen Vater reden, wiederholen wir uns nicht ständig oder lesen vom Blatt ab. Wir benutzen keine unnatürlich klingende bzw. monotone Stimme. Wir gebrauchen auch keine altertümliche Sprache in der Hoffnung, seriöser zu klingen. Dieses gilt auch für das Gebet mit Gott.

Unser himmlischer Vater schätzt Gebete, die mit Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit vorgebracht werden, auch wenn sie mit Respekt vorgetragene Beschwerden enthalten. Die Gebete in den Psalmen zeigen offensichtlich eine aufrichtige Ehrlichkeit.

Wenn Menschen schöne Worte beim Beten benutzen, während sie etwas anderes denken bzw. tun, meinen sie wohl, Gott könne die Gedanken nicht lesen. Wenn wir unsere Zunge benutzen, um Gott zu loben und unsere Mitmenschen zu verfluchen, dann wird unser Gebet als Scheinheiligkeit verurteilt (Jakobus 3,9-12. 17; vgl. dazu auch Matthäus 7,21-23).

Jemandem, der einen liebevollen und fürsorglichen Vater hatte, fällt die Vorstellung von Gott als Vater relativ leicht. Zugegebenermaßen ist das für jemand sehr viel schwieriger – besonders in der Anfangsphase des Gebetslebens –, der einen kalten, schweigsamen, misshandelnden oder abwesenden bzw. gar keinen Vater hatte.

Wenn das der Fall ist, sollte sich solch eine Person bemühen zu lernen, wie ein idealer Vater sein kann, und versuchen, sich dieses Bild vor Augen zu halten. Die Bibel offenbart uns einige inspirierende und ermutigende Beschreibungen von Gott, unserem himmlischen Vater: Matthäus 7,9-11; Johannes 3,16-17; Jakobus 1,5. 17; 1. Johannes 4,8-19; Psalm 103 und Lukas 15,11-32 (der Vater in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn).

Im Leben geht es um Beziehungen

Unter allen Kreaturen der Schöpfung hat nur der Mensch das einzigartige und wunderbare Privileg, nach dem Bildnis Gottes geschaffen worden zu sein (1. Mose 1,26-27). Daraus resultiert einer der größten Vorteile, nämlich eine persönliche Beziehung mit dem Schöpfergott haben zu können.

In seinem ganzen Wort betont Gott immer wieder die Wichtigkeit richtiger Beziehungen. So identifiziert Jesus die zwei größten Gebote als die Liebe zu Gott und die Liebe gegenüber unseren Mitmenschen (Matthäus 22,35-40).

Schon seit Beginn unserer Schöpfung hat der Schöpfergott vieles getan, um eine Beziehung zu uns aufzubauen. Es liegt an uns, darauf zu reagieren und die Initiative zu ergreifen, diese Beziehung durch gute Kommunikation zu pflegen. Jakobus rät uns: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch“ (Jakobus 4,8).

Jesus sagte seinen Jüngern: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe“ (Johannes 15,15). Jesus Christus erklärt hier ein entscheidendes Element wahrer Freundschaft – fortwährende offene und ernsthafte Kommunikation. Mit einem wahren Freund kann man offen und regelmäßig reden.

Gott ist der große Kommunikator. Er offenbart in der Bibel alles, was wir über sein Vorhaben mit uns wissen müssen. Sein Wort verrät uns seine Ansichten über die Welt, welche der Rahmen für eine wahre Perspektive über das Leben sind – die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Außerdem kommuniziert er mit uns und führt uns auf unseren Wegen – durch seinen heiligen Geist, seine Gemeinde, andere Menschen, Umstände und unsere Erfahrungen.

Eine gute Beziehung hängt von einer zweigleisigen Unterhaltung ab – einem Dialog. Gebet und Bibelstudium gehen Hand in Hand, zusammen mit einem ernsthaften Nachdenken darüber, wie man Gottes Anweisung im eigenen Leben anwenden kann. Jeder muss sich fragen: Wie sehr bin ich Gott ein Freund? Bin ich meinem himmlischen Vater ein guter Sohn bzw. eine gute Tochter? Rufe ich täglich zu Hause an?

Ohne Gebet leben wir gefährlich

Der Mensch ist schwach und sehr anfällig für viele Gefahren – körperliche, mentale und geistliche Gefahren. Die größte Gefahr kommt von unserem stärksten Feind, Satan dem Teufel, der „wie ein brüllender Löwe umher[geht] und sucht, wen er verschlingen kann“ (1. Petrus 5,8; Einheitsübersetzung).

Paulus erklärt in seinem Brief an die Epheser, dass wir die geistliche Waffenrüstung brauchen, um „gegen die listigen Anschläge des Teufels“ bestehen zu können (Epheser 6,10-20). Gebet ist ein wichtiger Teil dieser Waffenrüstung (Verse 18-19). Warum sollten wir versuchen, den Kämpfen des Lebens unbewaffnet zu begegnen? Wenn wir nicht beten, werden wir zur Beute dieses schonungslosen Feindes.

Es wäre eine Dummheit zu versuchen, den Weg Gottes in dieser bösen und gefährlichen Welt allein gehen zu wollen, indem wir es versäumen, auf Gott zu vertrauen. Einiges Leid kann von Gott kommen, besonders dann, wenn man wissentlich gegen ihn sündigt. Doch das meiste Leid wird ganz automatisch von unseren eigenen Handlungen, den Taten anderer oder durch Zufall verursacht.

Unser himmlischer Vater wird aber für diejenigen, die auf ihn vertrauen, eingreifen, um sie vor den meisten Unglücksfällen zu schützen. Er lässt zu, dass seine Nachfolger manche persönlichen Prüfungen erleiden, damit sie bestimmte Lektionen lernen können. Er behütet sie aber vor den meisten Gefahren.

Gott, der Vater, wird diejenigen leiten, schützen und unterstützen, die seinen Willen suchen und um seine Hilfe bitten. Wenn wir Gott nicht im Stich lassen, wird er uns nie verlassen (Hebräer 13,5). Was für ein Versprechen! Und welchen inneren Frieden dieses Versprechen bringt!

Es gibt Bedingungen für erhörte Gebete

Es ist inspirierend zu hören, wie viele Menschen eindeutige Antworten auf ihre Gebete bekommen haben, noch bevor sie viel über Gott wussten bzw. versuchten, ihm zu gehorchen. Das zeigt, wie gnädig und großzügig Gott gegenüber den Menschen ist, die die ersten ernsthaften Schritte unternehmen, um demütig mit ihrem Schöpfer zu reden. Indem er ihre Wünsche erfüllt, ermutigt er sie, weitere Schritte beim Aufbau ihrer Beziehung zu ihm zu unternehmen.

Wenn wir in unserer Beziehung mit Gott wachsen, ist es nur logisch, dass er bestimmte Erwartungen an uns stellt, die wir erfüllen müssen, wenn wir seine Hilfe möchten. Gott wird die Gebete derjenigen nicht hören, die nicht bereit sind, ihren Teil zu tun – nämlich die Bibel zu lesen, Gottes Anweisungen zu gehorchen und zu lernen, Gott zu lieben. In 1. Johannes 4, Vers 19 fordert uns der Apostel Johannes auf: „Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.“

Doch was ist der Hauptbeweis der Liebe für Gott, den Vater? Der Apostel Johannes kommt zu folgendem Schluss: „Die Liebe zu Gott ist nur echt, wenn wir nach seinen Geboten leben. Und seine Gebote sind nicht schwer zu befolgen“ (1. Johannes 5,3; Gute Nachricht Bibel). Johannes macht sehr deutlich, dass der Gehorsam gegenüber Gott die wichtigste Bedingung für erhörte Gebete ist: „Wir erhalten von ihm, worum wir bitten, weil wir seine Gebote befolgen und tun, was ihm gefällt“ (1. Johannes 3,22; Gute Nachricht Bibel).

Wenn wir möchten, dass Gott unsere Gebete hört, müssen wir anfangen, die Zehn Gebote konsequent zu halten und Gottes anderen Anweisungen zu gehorchen.

Im Namen Jesu Christi

Manche haben nicht gelernt, dass Jesus Christus die einzige „Tür“ und der einzige „Weg“ zu Gott, dem Vater, ist (Johannes 10,9; 14,6). Erhört Gott ihre Gebete trotzdem? Wahrscheinlich tut er es, weil er so unglaublich gnädig ist. Wenn die Anbetungspraxis eines Menschen vom wahren biblischen Christentum abweicht, erhört Gott vielleicht einige der Gebete trotz der religiösen Unwissenheit. Das wird aber nicht anhalten, wenn diese Person keine Anstrengungen unternimmt, sich mit den Lehren der Bibel vertraut zu machen und das Gelernte umzusetzen.

Das einzige Versprechen für regelmäßig erhörte Gebete gilt den wahren Nachfolgern von Gott, dem Vater, und Jesus Christus. Jesus ist derjenige, der als göttliches Wesen zum Menschen wurde. Als Mensch führte er ein perfektes Leben, litt und starb, um die Strafe für die Sünden der Menschheit zu bezahlen. Er allein ist der Erlöser der Welt. Der Apostel Petrus sagte über Jesus: „Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten“ (Apostelgeschichte 4,12; Gute Nachricht Bibel).

Jesus sagte: „Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben“ (Johannes 16,23-24; vgl. dazu auch Johannes 14,13-14). Als Menschen haben wir nicht das Recht, die Autorität oder das Privileg, aufgrund unserer eigenen Gerechtigkeit mit unseren Gebeten vor Gottes Thron zu kommen. Aber durch Glaube und Verpflichtung gegenüber Jesus Christus bevollmächtigt er uns, Gott in seinem Namen bzw. mit seiner Autorität anzurufen. Wenn wir „in Jesu Namen“ beten, haben wir mit seiner Befugnis Zugang zu Gott.

Jesus dient uns auch als Hohepriester, indem er für uns beim Vater interveniert und vermittelt (Römer 8,34; 1. Johannes 2,1-2). Das garantiert uns, dass wir durch ihn Zugang zur Fülle von Gottes Gnade und Vergebung haben (Hebräer 2,17; 4,14-16; 10,19-22). Gott, der Vater, trifft dann die Entscheidung, wie er auf unser Gebet antwortet, und Jesus Christus führt den Willen des Vaters aus.

Weitere Überlegungen zum Gebet

Gott hört ganz bestimmt stumme Gebete, und jemand, der Gott nahe ist, kann während des Tages häufig ein stummes Gebet entsenden. Die Bibel ermahnt uns, „ohne Unterlass zu beten“ (1. Thessalonicher 5,17).

Aber Gott freut sich auch, wenn wir unsere Gebete hörbar aussprechen. Viele Male erwähnt die Heilige Schrift betende Personen, die ihre Stimme, ihren Mund und ihre Lippen benutzt haben. Beispielsweise verwendet die Heilige Schrift im Zusammenhang mit dem Gebet häufig Ausdrücke wie „schrie“ oder „rief“.

Bestimmte biblische Aussagen in Bezug auf die Häufigkeit von Gebeten, wie z. B. zweimal täglich (Psalm 88,1) und dreimal täglich (Psalm 55,17; Daniel 6,10), beziehen sich wahrscheinlich auf die Anzahl der hörbaren Gebete und nicht auf die Summe aller Gebete am Tag.

Die Bibel erwähnt verschiedene Körperhaltungen während des Betens: knien, stehen, sitzen, liegen. Manchmal schränken bestimmte Umstände, einschließlich der Gesundheit, die Wahl der Körperhaltung ein. Wir können uns mit Gott unterhalten, während wir einen Spaziergang unternehmen oder im Auto fahren. Die wichtigste Überlegung dabei ist immer, dass wir unser Bestes geben, um Demut und tiefe Ehrerbietung auszudrücken.

Die Bibel beinhaltet auch Beispiele von öffentlichen Gebeten bzw. das Gebet in der Gruppe, ohne jedoch genaue Anweisungen für solche Gebete zu geben. Die überwiegende Mehrheit unserer persönlichen Gebete sollte immer eine private Kommunikation mit Gott sein (Matthäus 6,5-6). Das Familiengebet ist jedoch von großer Bedeutung. Es ist wichtig, Kindern das Beten schon früh beizubringen.

Jesus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen“ (Matthäus 19,14; Gute Nachricht Bibel). Gott interessiert sich sehr für die Gebete der Kinder und hört sie gerne. Zu diesem Thema finden Sie auf unserer Webseite die Beiträge Lehren Sie Ihre Kinder beten? und Unseren Glauben an unsere Kinder weitergeben.

Sind Sie sehr beschäftigt? Das trifft wohl auf die meisten von uns heute zu. Haben Sie keine Zeit zum Beten? Jeder von uns nimmt sich die Zeit für Dinge, die uns sehr wichtig sind. Langfristig werden wir mehr erreichen, wenn wir Gott an erste Stelle in unserem Leben stellen. Deshalb können wir es uns nicht leisten, nicht zu beten. Das Gebet muss eine hohe Priorität einnehmen und zur täglichen Gewohnheit werden.

In Ihren Gebeten sollten sie neben Ihren Wünschen und Nöten auch noch genügend Zeit dafür nehmen, Gott für die vielen Segnungen in Ihrem Leben zu danken. Nehmen Sie sich auch die Zeit, für andere zu beten.

Wenn Sie mit einem Problem vor Gott kommen, schütten Sie ihm Ihr Herz aus, ohne ihm vorzuschreiben, wie seine Lösung aussehen soll. Unser himmlischer Vater weiß es am besten. Gott antwortet immer auf eine Weise, wie es geistlich für uns am Besten ist. Das bedeutet manchmal ein „Nein“ oder „jetzt nicht“ als Antwort. Vielleicht fällt die Antwort auch anders aus, als wir es erwartet oder uns gewünscht haben.

Zu Hause anrufen

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“, fragt König David in Psalm 8, Vers 5. Es ist ein Wunder, wie Gott für die kleinsten Kreaturen sorgt und auch jedes unserer Gebete hört und jedem Einzelnen seine persönliche Aufmerksamkeit widmet. Er hört zu, wenn wir beten!

Verschwenden wir nicht dieses wunderbare geistliche Werkzeug des Gebets dadurch, dass wir es vernachlässigen. Lassen Sie uns mit Gott gehen. Gehorchen wir ihm und reden wir mit ihm – im Gebet.

Die Bibel vergleicht dieses Leben mit dem Leben von Pilgern, die in Zelten leben. Unser Ziel ist es, in das Reich Gottes einzutreten, um für immer im Haus des Herrn zu wohnen (Psalm 23,6). Das Zuhause ist, wo Gott ist, und unsere Bestimmung ist es, immer bei ihm zu sein, wenn Christus auf Erden zurückkehrt. Bis dahin können wir den Kontakt zu unserem himmlischen Vater und unserem älteren Bruder, Jesus Christus aufrechterhalten – täglich und mehrmals am Tag.

Rufen Sie zu Hause an – beten Sie!

Als Familie mit Gott reden

Sind Ihre Kinder noch zu Hause? Führen Sie eine Familientradition des gemeinsamen Gebets ein – Ihr gemeinsames „Gespräch mit Gott“.

Damit jeder sich auf das Gebet vorbereiten kann, können Sie ein Schema festlegen, das alle benutzen. Jeder stellt seine Gebetsliste anhand dieses Schemas zusammen. Zum Schema können z. B. die nachfolgenden Bereiche gehören:

• Danken Sie Gott für jemanden oder etwas.

• Beten Sie für eine andere Person.

• Beten Sie für etwas, das Sie selbst betrifft.

Sobald alle ihre Listen vervollständigt haben, knien Sie zusammen nieder, z. B. im Kreis. Sie können die Reihenfolge der Betenden vorher festlegen. Beispielsweise kann die Mutter zuerst beten. Eins nach dem anderen beten dann die Kinder und zum Schluss betet der Vater.

Was ist, wenn Ihre Kinder ihre Freunde zum Übernachten einladen? Sie können auch die Gäste zur Teilnahme am Familiengebet einladen.

Die Tradition des Gebets als Familie erweist sich als sehr wertvoll. Es ist nicht nur eine Gelegenheit, Kinder das Beten zu lehren, sondern auch ihre Gedanken kennenzulernen. Was ist ihnen wichtig, womit befassen sie sich im Gebet?

Wenn Sie es nicht gewohnt sind, als Familie zu beten, mag es Ihnen zunächst etwas komisch vorkommen. Wenn Sie aber darin beharren, wird es zur angenehmen Gewohnheit. Dadurch schaffen Sie eine wertvolle Tradition des Familiengebets mit Ihren Kindern.

– INTERN Juli-August 2012 PDF-Datei dieser Ausgabe

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